ÖKOSTROM IN VORARLBERG
Offene Informationsveranstaltung in Mäder
ÖKOSTROM LIEGT VOLL IM TREND
NEUE ÖKOSTROMPODUKTE ERGÄNZEN FÖRDERLINIE
Ein berstend voller Gemeindesaal in Mäder setzte am 19.2.2008 ein deutliches Signal in Hinsicht des Interesses an Ökostrom. Über 220 Personen folgten der Einladung der Arge Erneuerbare Energie um mehr Licht in den Dschungel der neuen Ökostromangebote sowie Förderprodukte für Ökostromanlagen zu bringen.
Ökostrombörse als Wegbereiter
Am Podium informierten Obmann Franz Rüf und GF Johann Punzenberger (Arge Erneuerbare Energie Vorarlberg) Karl Dörler und Helmut Mennel (VKW ) sowie Rainer Siegele, Bürgermeister der Ökogemeinde Mäder und stellten sich den vorwiegend kritischen Fragen des interessierten Publikums. Ökostrom ist Trend. Die AEEV hat dazu mit der Ökostrombörse wertvolle Aufbauarbeit geleistet. Helmut Mennel von der neu gegründeten VKW Ökostrom GmbH: „Jeder dritte Haushalt in Deutschland entscheidet sich bereits bei einer Neu- oder Ummeldung für ein Ökostromprodukt. Grund genug für die VKW ein klares Ökostromprodukt auf den Markt zu bringen und die Mehrerträge den Ökostromproduzenten zukommen zu lassen, die keine gesetzlichen Förderungen mehr bekommen.“ Das lenkbare Förderprodukt der ÖKOSTROMBÖRSE Öko-Plus zum Ausbau- und Erhalt von kleinen Ökostromanlagen wird es seitens der VKW in Zukunft nur noch im Kombipack mit dem Ökostromprodukt der VKW Ökostrom GmbH geben. - Ein Faktum, das bei den Anwesenden zur Diskussion Anlass gab, teils auch auf viel Unmut und Unverständnis stieß.
AEE V als Impulsgeber
„Es freut uns, dass für die Stromkonsumenten nun ein klares Vorarlberger Ökostromprodukt auf dem Markt erhältlich ist. “ so Franz Rüf, Obmann der Arge Erneuerbare Energie. Diese sieht darin das Potential, die breite Bevölkerung noch besser mit der regionalen Ökostromproduktion ansprechen zu können. Kleinproduzenten sind jedoch zwiegespalten. Sie erkennen einerseits die Chance eines regionalen Absatzmarktes, andererseits haben sie bisher schon freiwillige Mehrzahlungen für den Ausbau der Ökostromproduktion geleistet. Nun sind sie in der Rolle als Konsument nochmals mit einem höherpreisigen Stromprodukt konfrontiert.
„Im großen und ganzen sehen wir unsere Rolle als Impulsgeber erfüllt, auch wenn es noch Anpassungserfordernisse speziell für die Direktvermarkter gibt. Unser Ziel, mehr Bewusstsein und Engagement für kleinere Ökostromproduzenten und Ökostrom zu schaffen, haben wir soweit erreicht“, so Franz Rüf. Den neuen Schwerpunkt für die kommenden Jahre sieht die Arge Erneuerbare Energie in der Unterstützung bei der Finanzierung und Errichtung von Solarstrom-Bürgerbeteiligungsanlagen in den Regionen. Kernaufgabe bleibt dabei weiterhin die Interessensvertretung für die bestehenden Kleinproduzenten sowie die Sicherstellung der Transparenz im Ökostrommarkt durch den Betrieb der Ökostrombörse.
Mehr Infos: www.aeev.at
Bilder: Quelle AEE V
- Bild1: Das Thema Ökostrom stieß auf großes Interesse
- Bild2: Die Arge Erneuerbare Energie sieht sich als Impulsgeber für breite Ökostromförderung
- Bild3: Kritische Fragen von Interessierten und Ökostrom-Anlagenbesitzern säumten den Abend im F.J. Ender Saal in Mäder. Solarpionier Walter Pfister: Wo bleibt die Förderung der Fotovoltaik?